Sichtweisen #77: Lehrersein in Zeiten der Pandemie

Die GEW Bayern hat letzte Woche ihre Mitglieder befragt und über 2000 Rückmeldungen erhalten. Die Ergebniszahlen und Diagramme sind hier nachzulesen. Was ich besonders interessant finde, sind die freien Äußerungen, die auf ungefähr 130 Seiten (!) wiedergegeben werden. Ein unsystematischer Versuch der thematischen Klassifikation zur Illustration der Situation :-).

Maskentragen zwischen Zumutung und Passt schon

Zumutung

„Es ist eine Zumutung bei vollem Stundenmaß und vollen Klassen mit Maske zu unterrichten, während die Kinder im Unterricht keine Maske tragen. Die wichtigsten Instrumente Mimik und Stimme stehen dem Lehrer nicht mehr zur Verfügung. Der Unterricht ist eine Katastrophe. Ich kann so nicht mehr lange.“

„Wir sind alle so müde. Seit Wochen am Limit. Das Unterrichten mit Maske ist enorm anstrengend und belastet die Stimme. Die Kinder sind gereizt und haben durch begrenzte Areale im Pausenhof (Gruppentrennung) kaum noch „Auslauf“. Das Lüften wird mit sinkenden Temperaturen schwieriger.“

„Warum werden Lehrkräften und auch Kindern (v.a. aus sozial schwachen Familien) keine Masken gestellt? Dies führt dazu, dass viele Kinder aus sozial schwachen Familien mit dreckigen und siffigen Einmalmasken zur Schule kommen, die oftmals Tagelang nicht gewechselt werden…“

„Die Maskenpflicht für Grundschüler, v.a. im Ganztag. Es ist sehr sehr anstrengend für die Schüler, sie müssen die Masken teilweise länger tragen als Lehrer. So wichtig der Schutz ist, hier würde ich eine Ausnahme machen.“

„Maskenpflicht im Unterricht ist für Lehrer und Schüler sehr belastend und gaukelt eine Sicherheit vor die nicht existiert. Schluss mit solchen Alibimaßnahmen.“

Passt schon

Schüler-Lehrer-Gesichtsmaske
(c) Pixabay


„Es wäre schön, wenn Masken für alle Lehrkräfte bereitgestellt werden würden und nicht selbst gekauft werden müssten.“

„Es tut den Kindern sehr gut, präsent unterrichtet zu werden. Daher nehme ich in Kauf, oft zu lüften, dass wir alle die Maske tragen und dass der Unterricht streng frontal stattfindet. Die Kommunikation mit den Eltern hat in der Zeit der Schulschließung über einen Internet-Blog sehr gut funktioniert“

Ich finde, dass der Unterricht im Moment sehr gut funktioniert, auch mit Maske.

Die Krise zwischen Katastrophe und Chance

Katastrophe

„Kaputte alte Fenster, die teilweise nicht zu öffnen sind, das mit dem Lüften ist ein Witz! Es wird einfach weitergemacht, so lange es nicht zur Katastrophe kommt.“

Chance

„Die Krise ist eine Chance, Schule neu zu denken, sich freizumachen von Vorgaben, auf das Wesentliche zu konzentrieren, auf eigene Konzepte, die sich den Rahmenbedingungen anpassen, Kontakt und Kooperation mit den Eltern zu intensivieren, sich gegenseitig zu unterstützen, Förderung vor Selektion!“

Digitale Steinzeit oder Neuzeit

Steinzeit

„Digitalisierung ist ein Hohn wenn ich meine Schule anschaue: veraltete Endgeräte die für die Unterrichtung der Schüler absolut untauglich sind, schlechte Verbindung ins Netz, kein WLan…“

Digitale Ausstattung dringend verbesserungsbedürftig.

„Es stört mich, dass von Digitalisierung geredet wird, diese aber faktisch bei uns nicht stattfindet. Weder durch gutes Internet, noch durch Endgeräte wurden wir bis jetzt unterstützt… man wurschtelt hat weiter vor sich hin und versucht die bestehenden Probleme so gut es geht in Eigenregie zu lösen“

Ganz so schlimm ist es hoffentlich nirgends! Quelle: Pixabay.

„Die technische Ausstattung in der Schule lässt kein üben [sic] von beispielsweise online Konferenzen mit MS Teams oder dergleichen zu, es gibt keine Kameras und kein WLAN…“

Ich brauche ein Dienstgerät

„Dass bis heute kein flächendeckendes W-Lan in den Schulen vorhanden ist, ist unglaublich; genauso gibt es nicht überall funktionsfähige Beamer. So werden tagtäglich Ressourcen verbrannt“

„Digitalisierung ist nicht vorhanden. Auch wurde von der Schulleitung für den versprochenen Bonus von 500€ für Lehrkräfte vorgeschlagen, die besonders aktiv digitalen Unterricht (auf eigene Kosten) voranbringen. Ich habe abgelehnt und werde dieses „Bestechungsgeld“ nicht annehmen!“

Die Digitalisierung kommt nicht in unserer Schule an. Die Gemeinde blockiert.

„W-Lan ist auch unter Coronabedingungen gesundheitsschädlich. Digitales Lernen ist nur eine Krücke, die niemals das echte Lernen ersetzen sollte. Ich will kein digitales Endgerät meines Arbeitgebers zu Hause haben.“

„Es dauert alles viel zu lange, an der Grundschule gibt es keine ausreichend ausgebildeten Systemadministratoren, wie beispielsweise an weiterführenden Schulen. Wir sind quasi auf externe Berater angewiesen. Wir haben circa 420 Schüler und nur 20 funktionierende PCs, die internetfähig sind.“

Auf halbem Weg

„Es wird so getan, als ob wir mit Whiteboard und Dokukamera in allen Klassen top ausgestattet wären. Fakt ist, dass die Geräte von geringer Qualität sind, sie schlecht kompatibel zueinander sind, den Laptops fehlt ein CD-Rom, Kamera und Mikro.“

„Die Digitalisierung verläuft sehr schleppend. Selbst wenn die Geräte zur Verfügung stehen bzw. gestellt werden, scheitert die Nutzung am langsamen oder nicht vorhandenen Internet sowie an der Kompatibilität der Geräte (Apple und Microsoft).“

Äähh…?! Quelle: Pixabay

„In der Schule ist das WLAN nicht zuverlässig; es gibt noch keine Lehrernotebooks, es läuft das meiste über private Endgeräte; Teams bietet keinen Datenschutz und wird trotzdem genutzt; ich bin kein Fan von Videounterricht“

„Die Digitalisierung ist trotz neuem Schulzentrum eine Katastrophe! Kein WELAN [sic] im Haus, das Internet fällt immer wieder aus…“

„Es gibt keine dienstlichen digitalen Endgeräte für Lehrkräfte. An der Schule funktioniert mein Drucker seit dem letzten Schuljahresende nicht. Ich werde genötigt, über private Geräte Programme zu installieren, die ich eigentlich gar nicht auf meinem privaten Gerät nutzen will, Thema Datenschutz…“

„Die Schule bräuchte einen eigenen Systembetreuer, nicht eine Lehrkraft, die sich das zusätzlich aneignen sollte. Warten der Hard- und Software in der Schule klappt gar nicht bzw. stark zeitverzögert.“

Schnell übers Knie gebrochene Plattformen, die nicht praktikabel sind.

„Mich ärgert maßlos, dass man mir als „Digitalniete“ zwar sagt, ich solle Fortbildungen machen. Aber Onlinefortbildung nützt mir nichts, nicht brauche jemanden neben mir, der mir verständlich sagt, was ich jeweils als nächstes tun muss“

Neuzeit

„Sehr gut war, dass die gesamte Schule während des Lockdowns digital arbeiten konnte. Ich bin täglich im Kontakt mit allem Schüler*innen meiner Klasse (27) gewesen. Kein Kind blieb unversorgt.“

Ach, wenn´s nur überall so funktionieren würde! Quelle: Pixabay

Digitalisierung zwischen Belastung und Erleichterung

Belastung

„Durch die Digitalisierung nimmt die Arbeit und die Belastung der LK enorm zu. Mann [sic] soll sich online selbst schulen ohne eine richtige Fortbildung zum Thema zu bekommen.“

„Eine große Profilierungssucht digitaler Kollegen“

„In München gibt es kein akzeptables Angebot für Dienst-Laptops. Ich muss auf meinen Privatgeräten jetzt zum wiederholten Male Software installieren, die ich vermutlich nicht mehr vollständig entfernen kann und die die Lauffähigkeit des Gerätes erheblich einschränkt (im Frühjahr CISCO nun Microsoft).“

„Ich soll über Teams unterrichten, über Slack, Teams etc. permanent erreichbar sein, auch abends, frühmorgens und am Wochenende. Habe aber weder Dienstlaptop noch Diensthandy. Alles über meine privaten Geräte. In der freien Wirtschaft undenkbar.“

Erleichterung

„Ich würde mir wünschen, dass die Anstrengungen, die gemacht werden, um guten digitalen Unterricht bzw. gute Modelle für ein rollierendes System zu gewährleisten, anerkannt werden, und nicht mit dem Motto „Präsenzunterricht ist wichtiger und besser als alles andere“ im Grunde entwertet werden.“

An meiner Schule wird sich sehr bemüht, dass „digital“ alles läuft, es klappt auch ganz gut.

„toller Austausch im Kollegium, MS Teams als Tool für Distanzunterricht gut geeignet“

Pro & Contra Homeschooling

Pro

„Es ist schade, dass die Regierung die Maßnahmen nicht wie geplant umsetzt. Unser Wert liegt aktuell über 100 und wir unterrichten immer noch in vollen Klassen. Selbst die Schüler/innen fänden laut eigener Aussage geteilten Unterricht besser, um die Abstandsregeln einzuhalten.“

„Unterrichten mit reduzierter Schülerzahl war sowohl für mich als Lehrer als auch für die Schüler gewinnbringend. Kleinere Klassen wären dauerhaft wünschenswert!“

„Es muss dringend eine Differenzierung her: gerade ältere Schüler (z.B. meine Fos/Bos) können relativ gut von daheim lernen und brauchen keinen dauerhaften Präsenz!“

„Es ist schade, dass der ausschlaggebende Grund für die Offenhaltung der Schulen offenbar rein wirtschaftlich ist. Unseren Bildungsauftrag können wir m.E. auch durch Hybridunterricht sehr wohl gewährleisten. Die Konzepte wären vorhanden …“

Contra

„Die Schüler erkennen den Wert des Präsenzunterrichts an. Keiner von meinen Schülern möchte digital lernen. Der persönliche Kontakt zählt. Das finde ich gut.“

„Ich finde es problematisch, wenn die GEW vehement die Teilung von Klassen einfordert, um den Infektionsschutz zu gewährleisten. Das ist eine Gewichtung allein zu Gunsten des Infektionsschutzes, der die Nebenwirkungen dieser Gewichtung aus den Augen verliert. Unsere Kinder lernen nur IN der Schule!“

Lernen allein zuhause? Bild: Pixabay.

„Ich bin gegen geteilten oder Distanzunterricht, da er schwache Schüler noch schwächer macht. Als Lehrerin bin ich auch für die psychische Gesundheit meiner Schutzbefohlenen verantwortlich.“

„Die auch von der GEW derzeit im Namen der LuL propagierte Lösung der Klassenteilung ist für mich und viele Kollegen nach den Erfahrungen am Ende des letzten Schuljahres zumindest mit zweiwöchigem Rhythmus eher Horror- als Wunschszenario (Vorbereitungsaufwand, Selbstorganisation der SuS, usw.)!“

„Ich bin froh, dass wir nicht in den Distanzunterricht gegangen sind. Meiner Meinung nach würden dabei zu viele Schüler auf der Strecke bleiben. Es ist kaum möglich wirklich alle zu erreichen.“

„Die Arbeitsbelastung durch den geteilten Unterricht ist schlimm. Die Online-Zuschaltung von Schüler/innen stimmlich extrem belastend und insgesamt ist der Unterricht so nicht wirklich effektiv. Viel Arbeit, wenig Freude.“

„Mir geht der Digitalisierungshype auf die Nerven! Die Eltern denken, dass sie morgens um 8 Uhr die Kinder vor den Computer setzen können und bis 13 Uhr werden die dort von uns bespaßt. Funktioniert leider in der Grundschule nicht wirklich.“

„Eltern sitzen beim digitalen Unterricht dabei. Das verstößt gegen den Datenschutz der anderen Kinder!!! Schüler filmen die naiven Lehrer, die die Kamera einschalten.“

Anforderungen statt Fürsorge

„Stichworte wie „Arbeitsschutz“ und „Gesundheitsfürsorge“ sind nicht erst in der jetzigen Pandemie-Zeit FREMDWÖRTER an der Schule – es gibt NICHTS, was Schule(n) oder gar Ministerien an Gesundheitsfürsorge für KollegInnen aktiv anbieten – seit Jahrzehnten nicht!“

„Es ist eine Frechheit, dass nach sechs Monaten das Kultusminister nicht mehr zum Schutz ihrer Beamten getan hat, als Lüften anzuordnen. Man weigerte sich die Klassen zu trennen und setzt uns Lehrer*innen einem täglichen Risiko aus, das man wenigstens mit FFP-Masken reduzieren könnte.“

„Immer mehr Aufgaben. Zu hohes Stundenmaß. Heterogene Schülerschaft: Inklusion, Kinder ohne Deutschkenntnisse, Kinder mit sozial-emotionalen Problemen. Es müsste eine zweite Lehrkraft oder päd. Personal in jede Klasse. Kein Infektionsschutz! Sogar Sportunterricht (Aerosole).“

Was alles auf eine Lehrerin einstürzt! Bild: Pixabay.

Wieso müssen wir uns ohne jeden Schutz vor Klassen stellen?

„Ich finde, dass beim Offenhalten der Schulen die Fürsorgepflicht für Lehrkräfte vom Dienstherrn grob vernachlässigt wird: seit Schuljahresbeginn keine Reihentestungen mehr, Abstandhalten im Unterricht nicht möglich, viel zu viele Pausenaufsichten – kein Durchschnaufen, Lüftung unzulänglich.“

„Sehr lockeres Vorgehen der Gesundheitsämter bei infizierten Lehrkräften…“

„Man fühlt sich als Lehrer vom Dienstherrn nicht besonders gut geschützt. Offiziell sollen sich nur 2 Haushalte treffen, in der Schule sind es pro Klasse mehr als 10-mal so viele. Es gibt keine Masken oder Trennwände, die vom Staat gestellt werden, das ist alles Eigenleistung. Vielen Dank für nichts!“

„Wo sind die versprochenen Luftfilter? Wo die versprochenen 2-wöchigen Tests für Lehrkräfte? Warum bekommen wir keine FFP2 Masken gestellt? CO2-Ampeln?“

„Es wird keine Rücksicht auf die Belastung der Lehrkräfte genommen. 300% mehr Aufsichten müssen hingenommen werden. Kommt es zum Hybrid-Unterricht, muss die Lehrkraft das einfach noch nebenbei machen. Erkrankte Lehrkräfte müssen voll vertreten werden…“

„Der Gesundheitsschutz der Lehrer steht an letzter Stelle, denn die Klassen werden nicht geteilt. Das ständige Lüften ist zudem eine Zumutung.“

„Der ohnehin große organisatorische Aufwand hat sich seit der Pandemie noch weiter erhöht. Alle Kolleginnen und Kollegen gehen auf dem Zahnfleisch – es interessiert aber niemanden – wir sollen funktionieren und bloß nicht den Anschein erwecken, als würden wir die Situation nicht meistern können…“

Lehrkräfte werden aktuell einfach verheizt

„Es k.… mich an, dass alles auf unserem Rücken ausgetragen wird. Wer schützt uns bei diesen menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen?? Aber es läuft ja alles NORMAL!!? Wer von den Politikern hat jemals mit 30 Schülern mit Maske im Container gesessen?? Sitzen die mit Jacke und Wolldecke im Büro??!!“

Sechs Stunden Unterricht mit Maske? Bild: Pixabay.

„Es ist fragwürdig, wenn sämtliche Firmen ihre Mitarbeiter ins Homeoffice schicken, Lehrer aber vor nicht geteilten Klassen unterrichten. Unsere Gesundheit steht wohl nicht an oberster Stelle!“

Fühle mich als Schaf, das den Wölfen zum Fraß hingeschmissen wird

Mich stört, dass der Dienstherr seine Fürsorgepflicht mit Füßen tritt und ich mich unwohl,
ungeschützt und ausgenutzt fühle

Schüler und Lehrer sind Kanonenfutter

„Ich gebe mein Bestes. Jeden Tag. Als Lehrerin, als Mutter eines Grundschülers und Mutter eines Kindergartenkindes, aber lange halten wir nicht mehr durch, wenn das System weiterhin die Überlastung in Kauf nimmt bzw. sie sogar unterstützt. Es fehlt an allen Ecken und Enden. So macht Schule keinen Spaß“

Die Unsicherheit ist das Schlimmste.

„Ich bin derzeit mit Organisation, Auffangen der Kinder in belastender Organisation, Sorge vor dem was noch kommt, tausenden Vorschriften und null Rückhalt derart seelisch überlastet, dass ich jegliche Fortbildungsangebote pauschal löschen MUSS, um noch durchhalten zu können. Schade um alle Angebote.“

Ganz grundsätzlich

„Das Bildungssystem in seiner derzeitigen Form ist am Ende, reproduziert gesellschaftliche Missstände und die Politik wehrt sich mit Händen und Füßen gegen Reformen.“

„Vieles wird nicht offen kommuniziert. Gerade auch die Zahl der positiven Tests. Alles wird verharmlost, schöngeredet. Corona verstärkt die Defizite unseres Bildungssystems. Lehrermangel, fehlende digitale Infrastruktur …“

„Das Bildungssystem muss grundsätzlich reformiert werden, damit es langfristig nicht zu fatalen gesellschaftlichen Auswirkungen und Folgen kommt!“

Bild: Picpedia.Org

„seit Jahrzehnten sind die Probleme bekannt, baufällige, veraltete Schulhäuser, langsames Internet, schlechte Ausbildung, unattraktiver Job, Lärmbelästigung enorm – mit den Kindern macht es Spaß – mit den Eltern, KM nicht“

„Die ganze Situation an bayerischen bzw. deutschen Grundschulen ist nicht nur erst seit der Corona-Pandemie unertragbar. Sie ist ein unglaubliches Armutszeugnis für Bayern bzw. Deutschland. Ich habe viele Jahre im Ausland gelebt und unterrichtet, aber so etwas wie in Deutschland gab es nirgends“

„Schluss mit der allgemeinen Ungerechtigkeit. Gleiche Bezahlung für alle Lehrkräfte in Bayern! Der Flickenteppich zwischen A9 und A13 ist zu groß! A13 für alle. Den Beruf attraktiver machen für Neueinsteiger. Quereinsteigertum und Schnell-/ Nachqualifikation unterbinden.“

Das ganze Bildungssystem beruht auf der Gutmütigkeit der Lehrer ohne jede Art einer
Wertschätzung.

„Digitaler Unterricht führt zu mehr Kontrollmöglichkeiten und dadurch zu Konformismus bei der Lehre!“

Die Rolle der Schulleitung

Eher gut

„Meine Schulleitung tut sehr viel, um alle gut zu schützen. Wir kämpfen mit der technischen Ausstattung und der IT der LHM. Unsere Sekretärinnen haben die umgebenden Supermärkte abgesucht, um genügend Seife zu kaufen. CO2-Ampeln werden über die LHM ausgeschrieben, wir dürfen sie nicht selbst kaufen.“

„Ein Glück, dass wir an unserer kleinen Schule über alles miteinander reden können. Ich kenne Schulen, an denen man besser still ist“

„Tolle Organisation seitens der Schulleitung. Die kümmern sich so gut es geht um alles. Mich stört tierisch die fehlende Unterstützung seitens des Schulträgers. Wir haben einige Zimmer wo sich Fenster nicht öffnen lassen und es wird nichts unternommen :-(.“

Die Schulleitung hält uns Kollegen den Rücken frei

Welche Art von Schulleiter wirkt an der Schule? Bild: Pixabay.

Eher nicht so gut

„Schulleitung selbst geht mit Negativbeispiel voran. Masken vergessen… Lachen, ach wie dumm, wieder passiert… Engagement der einzelnen Lehrkräfte, damit Regelungen eingehalten werden, werden als „Tapferkeit“ diskriminierend kommentiert, sogar in Konferenzen bewusst diffamierend bewertet!“

„Es kann nicht sein, dass es die Schulleitung absolut nicht interessiert. Sie lassen sogar halbe Klassen ihren Sportunterricht im (nicht lüftbaren) Treppenhaus (als Treppenlauf) durchführen, auch zu einer Zeit, als die Türen offen waren, damit sich ja keiner ansteckt ???“

„Es ist jetzt einfach nicht der richtige Zeitpunkt, um auch noch Unterrichtsbesuche des Chefs ertragen zu müssen.“

„Bei vielen Fragen musste ich schätzen, da man über diese Dinge von der Schulleitung keine Informationen bekommt.“

„Leider fehlt unserer Schulleitung das Problembewusstsein bezüglich von Corona, Regeln werden vor allem als lästig, nicht als notwendig empfunden. Dass dann noch eine Prämie per Gießkanne obendrauf gesetzt wird, verstehe ich beim besten Willen nicht.“

„Wir an unserer Schule werden mit allen Maßnahmen, Anordnungen usw. völlig allein gelassen. Schulleitung zieht sich aus allem raus. Jede Lehrkraft verfolgt ein eigenes Konzept zur Hygiene und zur Beschulung, weil die SL nichts organisiert, plant oder verordnet.“

„Man kann auch das letzte Komma der Hygienevorschriften bis in den letzten Pixel auslegen und damit das Kollegium in den Wahnsinn treiben.“

Ministerium, Referat und Schulleitung wälzen die Last und die Verantwortung auf unsere
Schultern ab

Aus eigener Sicht

„Unendlich viele Umfragen und Abfragen in der Schulleitung mit sehr knappen Terminsetzungen; keinerlei Umdenken hinsichtlich Notengebung, Leistungsfeststellungen uä.; keinerlei Klarheit hinsichtlich Datenschutz – die GS fällt immer hinten runter: MEBIS, kaum brauchbar für GS, MS Teams dito“

„Die Schulleitungen stehen unter Dauerdruck, hinzu kommt noch die Klassenführung, die quasi nebenbei läuft. Das ist alles nicht mehr zu schaffen und macht krank. Ich kann selbst in den Ferien nicht mehr abschalten, weil sich gedanklich alles nur um Schule und Corona dreht.“

Und übrigens…

„Die Panik, die unter anderem die GEW momentan verbreitet, ist in der aktuellen Situation auch nicht hilfreich“

„Wenn ich hier nur die paar Zeichen habe, könnt ihr ja wohl nicht an einer ernsthaften Auseinandersetzung mit der Frage interessiert sein.“

„Dass die GEW aktuell stur die Umsetzung der Hygienemassnahmen nach politischen Vorgaben fordert, ohne auch nur einmal daran zu denken, dass kein Schüler auch nur einen Tag länger zuhause bleiben darf.“

„Entscheidungen werden ohne den Bezug zur Praxis von Personen getroffen, die das System Schule meist nur als Schüler erlebt haben oder deren Dienstzeit mehr als 5 Jahre zurück liegt.“

Wie erlebt man das Ministerium? Bild: Pixabay.

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