Am 12. März wurden auf dem Salvatorplatz vor dem Eingang des Bayerischen Kultusministeriums ein paar altmodische Schülerbänke aufgebaut – passend zu den überholten Strukturen, die wir vielfach immer noch in unseren Schulen vorfinden. Die Bayerische Schüler:innen Bewegung steht für originelle Protestformen: Nachdem sie im Juli 25 symbolisch die Schüler-Mitbestimmung in einem Sarg zu Grabe getragen hatten (Link), weil ihre Petition mit über 50 000 Unterschriften abgelehnt worden war, zeigten sie jetzt, wie sie ihren täglichen Unterricht empfinden.

Was genau wollen die Schüler:innen?
Eigentlich nur das Selbstverständliche
Weniger Angst, mehr Lernen
Schluss mit unangekündigten Abfragen und Dauerbewertung! Lernen braucht Sicherheit, Transparenz und Vertrauen.
Fördern statt aussortieren
Schluss mit Sitzenbleiben und viel zu früher Aufteilung! Kinder brauchen Zeit und individuelle Unterstützung.
Weniger Fremdbestimmung, mehr echte Partizipation
Verpflichtende Schulparlamente müssen in allen Schulformen eingerichtet und gepflegt werden. Mitbestimmung über wann, wo, was und wie man lernt.
Beziehung statt Gehorsam
Schluss mit veralteten Machtstrukturen! Gute Lernkultur braucht Lehrkräfte, die fördern und begleiten – mit Projektarbeit, Mitbestimmung und vielfältigen Lernwegen.
Psychische Gesundheit ernst nehmen
Schluss mit Dauerdruck und Konkurrenz! Gesunde Schulen brauchen mehr Schulsozialarbeit, Schulpsychologie und multiprofessionelle Teams.
Gerechte Bedingungen für alle
Schluss mit Bildungsungerechtigkeit! Zukunftsfähige Bildung braucht Geld für moderne Gebäude, barrierefreie Ausstattung und gleiche Startchancen für alle, unabhängig von Wohnort oder Geldbeutel.
Inklusion statt Ausgrenzung
Schluss mit einem Schulsystem, das Kinder trennt! Vielfalt muss Normalität sein und in unseren Schulen gelebt werden.






