Sichtweisen #68: Bürgermeister: „Die Gemeinschaftsschule ist etabliert“

Auf den eingermaßen durchsichtigen Versuch des Philologenverbandes, die Gemeinschaftsschule in Baden-Württemberg schlechtzureden, reagieren Bürgermeister und Schulleiter, indem sie sich hinter diese Schulart stellen.

Bürgermeister

Die Bürgermeister im Landkreis Karlsruhe – aus Hambrücken, Forst, Graben-Neudorf, Gondelsheim, Kraichtal, Bad Schönborn, Sulzfeld, Oberhausen-Rheinhausen, Waghäusel und Bruchsal – schreiben einen gemeinsamen offenen Brief (im Wortlaut):

Bürgermeister machen sich für Gemeinschaftsschule stark

Schulen sind integraler Bestandteil des Ortsgeschehens

Die Schulart Gemeinschaftsschule wird gerade von unterschiedlicher Seite in den Blick genommen. Insbesondere die Lehrverbände der Gymnasien und Realschulen zeigen sich sehr kritisch. Das ganze kommt zur Unzeit und wirkt wie eine Kampagne, denn dieser Tage finden allerorts die Schulinformationstage statt, auf deren Grundlage die Schulanmeldung vorgenommen wird. Im Landkreis Karlsruhe gibt es über ein Dutzend Gemeinschaftsschulen. Die Städte und Gemeinden haben teils mit hohem finanziellen Aufwand ihre alten Haupt- und Werkrealschule ertüchtigt, um eine Gemeinschaftsschule genehmigt zu bekommen. Vielerorts sind Millionenbeträge in Schulgebäude und Infrastruktur investiert worden. Die Schulen haben in den meisten Fällen ausgelaufene Haupt- und Werkrealschulen ersetzt, die keine Nachfrage mehr erfahren haben. Die Gemeinschaftsschulen leisten in den Gemeinden einen wichtigen Beitrag zum Strukturerhalt. Sie stiften Identität und die mit einer Schule verbundenen Gebäude und Einrichtungen leisten einen wichtigen Beitrag für das kommunale Miteinander und die Gemeinschaft in den Kommunen. Die Gemeinschaftsschulen sorgen jedoch auch dafür, dass die Schülerinnen und Schüler eine Möglichkeit haben, in ihrer Stadt oder Gemeinde zur Schule zu gehen und nicht in kilometerweit entfernte Schulorte pendeln zu müssen.

Die Bürgermeister der Gemeinschaftsschulen im nördlichen Landkreis positionieren sich klar und deutlich für die Gemeinschaftsschulen und fordern, dass die Schulart die ursprünglich zugesagte Förderung und Unterstützung von Seiten der Landesregierung erhalten müssen und die aktuellen Diskussionen sofort beendet werden. Die Gemeinschaftsschule hat sich im Land etabliert. Es gibt eben so viele Gemeinschaftsschulen wie Gymnasien. Politisches Ziel muss es sein, die Gemeinschaftsschulen weiter zu stärken und die Erfolge der Schulart bei der erfolgreichen Abnahme von Abschlussprüfungen, bei der erfolgreichen Vorbereitung auf Beruf und weiterführende Schulen, beim differenziertem Unterricht und bei der Inklusion anzuerkennen. Die Gemeinschaftsschulen sind erfolgreich gestartet. Es ist nicht länger akzeptable, dass Lobbygruppen während des Fluges die Triebwerke abmontieren möchten und eine stabile Passagiermaschine in Turbulenzen stürzen möchten.

Rektoren

„Rektoren wehren sich gegen Kritik an der Gemeinschaftsschule“ – der entsprechende Artikel in der Heilbronner Stimme liegt hinter einer Bezahlschranke.

 

2 comments On Sichtweisen #68: Bürgermeister: „Die Gemeinschaftsschule ist etabliert“

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