Initiative #42: Differenziert von Anfang an!

Gemeinsame Resolution für das bayerische Schulsystem

München. Auf einem Treffen gestern in München haben Vertreter verschiedener Lehrerverbände und Elterninitiativgruppen ihre Positionen miteinander abgestimmt und folgende gemeinsame Resolution verabschiedet.

Kein Raum für rückwärtsgewandte sozialistische Experimente!

Wir erachten es inzwischen als mehr als erwiesen, dass das bayerische differenzierte Schulsystem sich in allen Belangen den konkurrierenden Systemen überlegen zeigt, und verstehen eine zwangsverordnete bundesweite Zweigliedrigkeit als den ideologisch motivierten Versuch der Gleichmacherei, die letztlich auf Kosten der Qualität geht. Die (Wieder-) Einführung der Einheitsschule unter mehreren verschleiernden Begriffen wie „Gemeinschaftsschule“, „Oberschule“, „Standteilschule“ usw. muss im Namen der nachfolgenden Generationen verhindert werden!

Wir nehmen dankbar zur Kenntnis, dass das bayerische Kultusministerium – gleich in welcher Besetzung – jede sich bietende Gelegenheit wahrnimmt, auf die Verdienste des differenzierten und begabungsgerechten Schulsystems hinzuweisen und derzeit gewissermaßen die letzte Bastion im Kampf gegen die rückwärtsgewandten neosozialistischen Vereinheitlichungstendenzen bildet.

Wir fordern den bayerischen Kultusminister dazu auf, den einmal eingeschlagenen Weg zum Wohle unserer Kinder konsequent weiter zu verfolgen. Dazu müssen die letzten Reste der Einheitsschule, die leider auch in Bayern noch bestehen, nachhaltig aber auch zügig in individualisiertes und differenziertes Unterrichten übergeführt werden. Vor allem darf den fehlgeleiteten Interessen bestimmter Gemeinden, eine Gemeinschaftsschule einzuführen, nicht der geringste Raum gewährt werden! Bislang arbeitet die Kultusbürokratie in dieser Hinsicht traditionsbewusst und verlässlich.

Differenziert von Anfang an!

Insbesondere fordern wir, mit der Differenzierung, die unittelbar aus der Personalität jedes Einzelnen fließt – aus seiner Begabung und seiner Herkunft – und die sich im nationalen und internationalen Vergleich mehr als bewährt hat, bereits bei der Einschulung zu beginnen. Der späte Zeitpunkt der Aufteilung erst nach der 4. Jahrgangsstufe, wenn zahlreiche Entwicklungsfenster bereits wieder geschlossen sind, ist nicht einzusehen und erziehungswissenschaftlich auch nicht begründbar. Viel sinnvoller und zielführender wäre es, die Vorzüge des begabungsgerechten Beschulens und homogener Lerngruppen den Kindern bereits mit Beginn ihrer Schulkarriere zukommen zu lassen!

Da die Kriterien, die bislang im Übertritt nach der 4. Klasse wirksam werden, sich in ihrer Objektivität und prognostischen Qualität weitestgehend bewährt haben, muss es an der Schaltstelle der Einschulung nur zu geringfügigen Anpassungen kommen:

Kinder, welche zu diesem Zeitpunkt schon recht sicher lesen, schreiben und rechnen können, haben damit ihre Eignung für ein grundständiges Gymnasium, das diesen Namen dann auch verdient, bereits unter Beweis gestellt und werden durch wissenschaftlich kompetentes Lehrpersonal auf ihren weiteren Weg geleitet. Ihnen ist es nicht länger zuzumuten, sich in ihrer begabungs- und herkunftsbedingt hohen Lerngeschwindigkeit durch Schüler minderer Leistungsfähigkeiten und Grundschullehrerinnen mit lediglich allgemeiner pädagogischer Bildung ausbremsen und behindern zu lassen. Der volkswirtschaftliche Schaden durch diese bislang nicht genutzten Lernpotenziale dürfte beträchtlich und müsste einem fortschrittlich eingestellten Staat und seinen Bürgern ausreichend Maßstab und Anlass für das Handeln sein!

Kinder, welche zum Zeitpunkt der Einschulung des Lesens, Schreibens und Rechnens zwar grundsätzlich, aber doch nur mit einiger Mühe, mächtig sind, finden auf der Grund-Realschule die geeignete Förderung. Diese stellt auch die geeignete Schulart dar für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die den selektiven Anforderungen des grundständigen Gymnasiums nicht auf Dauer gerecht werden können.

Für alle anderen empfehlen wir dringend die Grund-Mittelschule, auf der ihre intellektuellen und sozialen Defizite durch mütterlich bewährtes und konflikterprobtes Lehrpersonal in geeigneter Weise ausgeglichen und auf welcher auch die von der Behindertenrechtskonvention geforderte Inklusion konsequent und zum Wohle aller gelebt wird.

Also: Differenziertes Schulwesen ja und von Anfang an!

 

München am 30.02.2020

Aktionsgruppe Eltern für Werte im frühen Übertritt an Realschulen und Gymnasien

Initiative „Qualität at School“

Lehrkräfte für Homogenität in Herkunft und Leistung

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