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Initiative #58: „Bildungsbunker machen krank“

Nur mal kurz die Geschichte des Konflikts zusammengestellt:

September 2024:

Die Schülerin Amelie N. startet eine Unterschriftensammlung gegen unangekündigte, benotete Leistungserhebungen in der Schule.

19. September 2024

Kultusministerin Stolz zeigt Verständnis und kündigt an, die Frage der Leistungserhebungen allgemein in einer Expertenrunde diskutieren zu lassen. Ministerpräsident Söder geht dazwischen und beschließt kraft eigener Weisheit: „Die Exen bleiben selbstverständlich.“ Die Präsidentin des BLLV, Simone Fleischmann, antwortet trocken, dass es dem Landeschef nicht schaden würde, einmal eine von der Landesregierung selbst installierten „Verfassungsviertelstunden“ zu besuchen

20. September 2024

Nun ist dies alles auch auf dem Portal news4teachers nachzulesen.

05. Oktober 2024

Professor Zierer (Uni Augsburg) beschreibt in einem Beitrag auf news4teachers die notenbewehrten unangekündigten Leistungserhebungen als wichtig, wenn nicht sogar notwendig, zum Erhalt der Leistungskultur und zur Persönlichkeitserziehung.

07. Oktober 2024

Das Portal news4teachers veröffentlicht eine Gegenrede, in der die Argumente von Prof. Zierer fein säuberlich zerlegt und zurückgewiesen werden.

28. März 2025

Der Bayerische Elternverband (BEV) ruft alle Eltern, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler auf, sich an der Demonstration für die Abschaffung unangekündigter Leistungsnachweise am Sonntag, 6. April 2025 am Wittelsbacher Platz in München zu beteiligen. 

05. April 2025

In dem Beitrag „Verfassung oder Filz in Bayern“ wurde versucht, Ministerpräsident Söder und die Mitglieder der CSU an die Bayerische Verfassung und insbesondere die Gewaltenteilung zu erinnern, die selbstverständlich auch bei einer Schülerpetition Geltung haben sollte.

06. April 2025

Demonstration in München zur Abschaffung der unangekündigten, benoteten Leistungserhebungen.

08. April 2025

Mehr als 52.000 Unterschriften wurden am 8. April 2025 von Schüler:innen an die Vorsitzende des Bildungsausschusses, Dr. Ute Eiling-Hütig (CSU), übergeben.

04. Juli 2025

Tags zuvor wurde die Petition abgelehnt. Schüler:innen tragen in einem Trauerakt ihre Mitbestimmung zu Grabe. Der Künstler Max von Uthoff („Die Anstalt“ im ZDF) hielt die Trauerrede. Anschließend kamen Amelie, die Initiatorin der Petition, und ein Landesschülersprecher zu Wort.

12. März 2026

Die Schüler:innen haben gewartet, blieben aber nicht untätig, haben sich stärker vernetzt und geben die Hoffnung nicht auf, dass man die Bayerische Staatsregierung doch noch zur Einsicht bringen könnte. Deshalb nun diese Aktion.

Über 57.000 Menschen haben unsere Petition unterschrieben.
Uns wurde nach der Entscheidung im Bildungsausschuss versprochen:
Die Prüfungskultur werde weiterentwickelt. Man nehme die Anliegen ernst.

Ein Jahr später sagen wir: Davon spüren wir nichts.

Keine strukturelle Änderung, keine Reform, kein Ende unangekündigter Abfragen und Exen.

Stattdessen: Weiter wie bisher.

Wir bleiben sitzen – weil ihr uns sitzen lasst.

Am 12. März setzen wir uns vor das Kultusministerium.
Auf alte Schulstühle.
Festgezurrt. Verängstigt. Demotiviert.

Eine symbolische Aktion – für das, was täglicher Leistungsdruck mit uns macht:
Er lähmt.
Er macht krank.
Er erstickt Motivation.

Was von außen nach „Leistungskultur“ aussieht, fühlt sich von innen wie ein Bildungsbunker an.

Es geht um mehr als Abfragen & Exen.

Es geht um Lernkultur.
Um psychische Gesundheit.
Um unsere Zukunft.

Wenn nach über 57.000 Unterschriften und öffentlichen Versprechen nichts passiert, dann ist das kein Versehen.
Dann ist es politische Entscheidung.

Und darauf antworten wir.

📢 Komm vorbei. Setz dich zu uns. Sei laut.

Wir zeigen, dass wir noch da sind.
Und dass wir uns nicht ruhigstellen lassen.

Donnerstag, 12. März 2026 · 15:00 Uhr · vor dem Kultusministerium in München

Hier bröckelt unsere Zukunft – und wir schauen nicht länger zu. ✊

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