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Neusprech #13: „Mansplaining!“

Bild von Gordon Johnson auf Pixabay

Die Kategorie “Neusprech” geht zurück auf das von Georg Orwell in seinem einflussreichen Roman “1984” beschriebene Newspeak. Die neue Sprache sollte den Menschen ein neues Denken – oder noch besser: Nichtdenken – einpflanzen. 

Heute wurde ich mit dem Vorwurf konfrontiert, ich betreibe „Mansplaining„. Das lief so ab:

Ein Austausch auf Twitter

Es begann mit einem Bekannten von mir, der auf Twitter seine Unzufriedenheit mit der Notengebung zum Ausdruck brachte. Dies regte eine Person zum Widerspruch an.

Nun, mein Bekannter hat nicht darüber geheult, sondern versucht, Fakten in den Meinungsaustausch einzubringen:

Ich habe ihn dabei unterstützt, die Gleichsetzung von Noten = Leistung bezweifelt und auf einen entsprechenden Blogeintrag mit zahlreichen Belegen verwiesen.

Die Antwort kam umgehend, also ganz sicher ohne dass der Aufsatz gelesen worden war, und bestand aus einem Wort:

Mansplaining

Da ich den Ausdruck bis dato noch nie gehört hatte, ein Blick auf Wikipedia:

Mansplaining bzw. Herrklärung bezeichnet Erklärungen eines Mannes, der davon ausgeht, er wüsste mehr über den Gesprächsgegenstand als die – meist weibliche – Person, mit der er spricht. Der Begriff wurde als pejorativ bzw. als Kampfbegriff beschrieben. Er benennt der Geschlechterforschung zufolge die Machtasymmetrien in der Kommunikation zwischen Männern und Frauen. Die Wortneuschöpfung entstand bei der Reflexion kommunikativer Machtausübung durch Männer.

Wikipedia

Ich antwortete meiner Gesprächspartnerin, indem ich daraus zitierte:

Was soll ich daraus schließen?

Meine Gesprächspartnerin ist durchaus aktiv auf Twitter unterwegs und durchgehend meinungsstark. Sie wirft anderen Gesprächspartnern auch gern mal ungenaue Verwendung von Begriffen etc. vor. Was mache ich jetzt also mit dem Vorwurf ein „Mansplainer“ zu sein?

Ich habe dazu ein paar Fragen:

Fazit

Ich habe mit meiner Frau darüber gesprochen. Sie hat milde gelächelt und gemeint:

Wenn mir was nicht passt, nenne ich das in Zukunft „Mansplaining“. Problem gelöst.

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