Faktencheck #93: Ist die Inklusion schuld an den schlechten Schulleistungen der Viertklässler?

„Ist die Inklusion schuld an den schlechten Schulleistungen der Viertklässler?“, so fragt der Titel einer Sendung des Deutschlandfunks. Aussage von Frau Prien, derzeit KMK-Präsidentin In einem Interview zum allgemeinen Absinken der Schulleistungen von Viertklässlern traf die derzeitige Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) Karin Prien folgende Aussage: Natürlich spielen die Fluchtbewegungen, die wir erleben, eine Rolle. Unsere Gesellschaft ist inklusiver geworden, führt natürlich auch dazu, dass Lehrkräfte mit der wachsenden Heterogenität deutlich herausgefordert sind. Karin Prien Die Verwendung der Begrifflichkeit „inklusiver geworden“ kann man freundlich oder kritisch deuten. Freundliche Deutung „Inklusiv“ wäre hier als „integrativ“ gemeint: Die Flüchtlinge bringen ihre Kinder mit, die beschult werden müssen. Das macht Klassen noch heterogener als sie es ohnehin schon sind. Das wiederum führt dazu, dass Lehrkräfte „deutlich herausgefordert“ sind. Kritische Deutung Der Beitrag im Deutschlandfunk geht mit der Begrifflichkeit von Frau Prien kritisch um, indem er „inklusiv“ als Signalwort für die Inklusion von behinderten Kindern in den allgemeinen Unterricht, also die Nicht-Sonderbeschulung versteht. Dazu wird ein Faktencheck angestellt, der Frau Prien zwischen den Zeilen liegende Annahmen unterstellt. Dazu wird Conny Melzer, Professorin für Inklusion und Sonderpädagogik an der Uni Leipzig befragt, die sich über Frau Priens Aussage ärgert. Sie sieht diese in einem Zusammenhang mit … Faktencheck #93: Ist die Inklusion schuld an den schlechten Schulleistungen der Viertklässler? weiterlesen