Initiative #2: Donaustauf

serveimageAnfang 2012 begann der Markt Donaustauf sich für die Idee einer Gemeinschaftsschule zu interessieren. Genauer betrachtet, war (und ist) es vor allem Bürgermeister Jürgen Sommer, der die Schule am Ort erhalten wollte und will. Dazu kommen noch die Unterstützer in dem Verein „Donaustauf macht Schule„.

Ein Standortgutachten, das gegen den erklärten Willen des staatlichen Schulamts in Regensburg erstellt wurde, ergab eine hohe Gefährdung des Standorts (siehe Diagramm mit der Entwicklung der Schülerzahlen). Diese Arbeit, die von der Opposition im Marktrat als „Gefälligkeitsgutachten“ bezeichnet worden war, behielt Recht: Im Juli 2013 wurde die MS Donaustauf aufgelöst.

DS-Gutachten

Die Elternbefragung im April 2014 ergab eine Zustimmungsquote von 70 % dafür, den Antrag auf Zulassung eines Modellversuchs zur Gemeinschaftsschule im Kultusministerium zu stellen. Man bat um einen persönlichen Termin und erhielt diesen auch: Ministerialdirigent Dr. Graf nahm sich Zeit für ein Gespräch und für die Überprüfung von Konzept und Antrag.

DS-KM

Die Ablehnung kam im Dezember 2014 und zum Teil mit Gründen, die bei Pädagogen heftiges Kopfschütteln verursachen würden. Hier einige Kostproben:

Behauptung: Eine Gemeinschaftsschule würde überproportionale Kosten verursachen. Widerlegung: Im Konzept wird dargestellt, wie man mit dem für gebundene Ganztags-Mittelschulen üblichen Budget wirtschaften würde.

Behauptung: Auch eine elterliche Zustimmungsquote von 70 % in der Befragung würde für eine gesicherte Mehrzügigkeit nicht reichen. Widerlegung: Das von Dr. Rösner (Institut für Schulentwicklungsforschung Dortmund) erarbeitete Verfahren und die daraus abgeleiteten Zahlen haben sich in anderen Bundesländern als tragfähig erwiesen.

Behauptung: Die Mittelschule in Bayern hat sich nach Aussagen von Verbänden und Vertretern aus der Wirtschaft etabliert. Dies drückt sich insbesondere in der stabil hohen Schülerzahl aus. Widerlegung siehe die rote Linie im folgenden Diagramm:

SchülerBY2013

So könnte man noch einige andere Dinge aufzählen. Folge war, dass Donaustauf einen Widerspruch eingelegt hat, der im Jahr 2016 vom Kultusministerium wiederum abschlägig beschieden wurde.

Wie wird es weitergehen?

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